© Atelier BuntePunkt | fröhliche Wandbilder fürs Kinderzimmer
 | 29/07/2014

Leuchtturm Stadt

Bilder- Galerie Serie: Märchenhafte Städte (Aquarellmalerei)

2 Drachen und der schiefe Leuchtturm - Serie: Aquarellbilder Motive fürs Kinderzimmer

Motiv: Leuchtturm Stadt – 2 Drachen und der schiefe Leuchtturm

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Kindergeschichten zum Lesen, Schmunzeln und Weitererzählen
• Leuchttürme sind toll
Eine Kindergeschichte von meiner lieben Kollegin © Elke Bräunling

Leuchttürme sind toll und sie sind sehr sehr wichtig und nützlich, lernt Pia bei ihrem Nordseeurlaub.

In den Ferien machten Pia und Pit Urlaub auf dem Bauerhof, und dieser Bauernhof stand auf einer Nordseeinsel. Das war, fanden die Geschwister, ziemlich cool.
Nur den Leuchtturm, den fand Pia nicht so toll. Hohe Türme nämlich machten ihr Angst.
“Dort wird mir schwindelig”, maulte sie. “Wozu brauche ich einen Leuchtturm?”
“Leuchttürme sind wichtig für die Schifffahrt”, sagte Papa.
“Sie retten Leben”, fügte Mama hinzu.
“Und man kann von dort oben die ganze Insel sehen”, schwärmte Pit.
Während ihre Eltern und Pit auf den Turm kletterten, wartete Pia trotzdem lieber auf dem Deich. Es machte ihr Spaß, die Schafe zu beobachten, die hier weideten. Es war Ebbe und das Meer hatte dem Watt Platz gemacht. Pia mochte das Watt. Am liebsten hätte sie den ganzen Urlaub damit verbracht, im Watt auf „Forschertour“ zu gehen.
Da! War da nicht ein klägliches Blöken? Pia sprang auf.
“Bestimmt hat sich eines der Lämmer verirrt. Ich muss ihm helfen.”
Ohne nachzudenken zog sie Schuhe und Strümpfe aus und rannte über die Deichwiese ins Watt. Wieder blökte das Lamm. Es kam von links.
Eilig stapfte Pia durch den nassen Schlick. Doch seltsam: Nun hörte sie das Blöken eher rechts. Pia blickte über die weite Wattlandschaft, dann sprang sie über einen Siel und folgte den Rufen des Tieres. Sie musste noch zwei weitere Siele überqueren, bis sie am Ziel war. Sie lauschte wieder. Nichts.
“Lämmchen! Wo bist du?”, rief sie, doch sie hörte nur ein Rauschen. Ob die Flut schon kam? Bitte nicht. Zuerst musste sie das Lamm finden. Da, ein Blöken! Von links wieder. Oder von vorne, dort, wo sich das Meer versteckt hielt? Oder …?
Pia drehte sich einige Male um sich selbst. Sie konnte nichts mehr hören, sah nur noch Schlick, Siele und Wasserpfützen ringsum. Aus welcher Richtung war sie gekommen? Und wo war der Deich? Alles sah gleich aus. Pia erschrak. Die Eltern hatten ihr verboten, alleine das Watt zu betreten. Viel zu gefährlich war das.
“Was bin ich blöde!”, schimpfte sie mit sich selbst. Ihr Herz begann zu rasen und ihre Beine fühlten sich zitterig an. Pia wollte rufen und schreien, doch da war niemand in dieser großen Weite, der sie hören würde. Was tun? Wieder starrte sie zum Horizont. Da! War da nicht ein helles Blinken? Nur kurz, aber immer wieder. Ein Licht!
“Der Leuchtturm!”, rief Pia. “Das ist bestimmt der Leuchtturm. Hurra!”
Jetzt wusste sie, welchen Weg sie nehmen musste. Und so schnell sie konnte, rannte Pia auf das Licht des Leuchtturms, das bei Tage nur schwach sichtbar war, zu.
“Leuchttürme sind toll!”, erzählte Pit später. “Ich durfte ein paar Leuchtfeuer-Signale aufs Meer schicken, obwohl es nicht dunkel war. Das war vielleicht spannend.”
Spannend? Ja, das war es.
Pia nickte. “Stimmt. Leuchttürme sind toll. Und wie!”